Kurzkonzept

 

Spielen, Malen, Basteln, Sprechen, Singen, Toben und vieles mehr sind aktuelle Ausdrucksformen von Kindern, die ihnen zu kognitiver, sozialer und intellektueller Kompetenz verhelfen.
Individuelle Erlebnisse und Erfahrungen werden so verarbeitet und verstanden.

Dabei unterstützen wir die Kinder, entdecken und entwickeln mit ihnen gemeinsam, stärken ihr Selbstbewusstsein und befähigen sie zu einem Selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Welt.

Praktische Lebenssituationen sind unser Forschungsfeld, das es mit allen Sinnen zu erschließen gilt- von jedem Kind auf seine Weise, im Austausch mit Kleinen und Großen.

Unsere altersdurchmischte Gruppe macht es möglich im Laufe der Zeit verschiedene Rollen einzunehmen und dabei wichtige Erfahrungen zu machen.

Der Umgang mit den eigenen und den Gefühlen der anderen kann erprobt werden und spielerisch lernen die Kinder Verantwortung für ihr Wohlbefinden zu übernehmen.

Bei der Begleitung auf seinem Weg in die Selbstständigkeit orientieren wir uns an den Interessen und Erfahrungen des Kindes.

Künstliche und „idealtypische" Lernsituationen wollen wir vermeiden.

Regeln und Grenzen, geprägt von Respekt und gegenseitiger Rücksicht, bieten den Kindern Sicherheit und Orientierung.

Vertrauen und das Gefühl von Geborgenheit spielen dabei eine wichtige Rolle.

Der Austausch mit den Eltern ist uns wichtig.

Gemeinsam mit ihnen können wir das bestmögliche Klima für das Wachstum und die Entwicklung des uns anvertrauten Kindes schaffen.

  

„Die Dinge,
die wir wirklich wissen,
sind nicht die Dinge,
die wir gehört oder gelesen haben,
vielmehr sind es die Dinge,
die wir gelebt erfahren und empfunden haben."

 ( Calvin M. Woodward )

  

 

Zum Begriff Bildung:

Das Bildungsbild Erwachsener entspricht nicht immer der kindgerechten Bildung

Das Kind lernt durch das eigene Tun, das Selbstmachen. Dazu gehört auch das machen von Fehlern und das Erleben von Misserfolgen.

Kindgerechte Bildung beinhaltet Können und Wissen als selbsterworbene Fähigkeiten, genauso wie Nichtkönnen und Nichtwissen als Forschungsfelder.

Auch wir Erwachsenen wissen nicht alles und lernen täglich dazu -auch von den Kindern.

Die frühe Bildung der Kinder findet im täglichen Geschehen statt. Jedes Kind hat seinem Entwicklungsstand entsprechend eigene Bildungsbedürfnisse. Im Kinderhaus ist den Kindern die Möglichkeit gegeben, sich mit anderen zusammenzufinden um ihren Interessen nachzugehen und Lernerfahrungen zu teilen.

Neben den Aktivitäten im Gruppenalltag bieten wir mehrmals in der Woche Vorschulunterricht für die Kinder ab 41/2 Jahren an.

 

 

Bildung und Sprache:

Die sozial-emotionale sowie die geistige Entwicklung eines Kindes sind eng verknüpft mit der Möglichkeit sich auszudrücken und mitzuteilen. Die Förderung der sprachlichen Möglichkeiten der Kinder liegt uns daher sehr am Herzen. Viele Situationen im Kita-Alltag sind geeignet den Spracherwerb der Kinder bewusst und situationsgerecht anzuregen und zu fördern.                                                                                                                                       

Hierzu dienen z.B. die Stuhlkreise, Begrüßungs-und Verabschiedungsrituale, Singspiele, Rollenspiele, Rhythmusübungen und vieles mehr in Gruppenaktivitäten wie auch in Einzelsituationen.

Je nach Sprachstand und eventuellem Förderbedarf konzentrieren wir uns auf die Kinder und geben ihnen Unterstützung, wo sie gebraucht wird. Die Kinder sollen so die Fähigkeit erlangen aktiv an einem Gespräch teilzuhaben. Sprachlicher Austausch ermöglicht ihnen Gedankenaustausch und somit auch die Fähigkeit , Neues erlernen zu können.

Damit wollen wir den deutschsprachigen- wie auch den Kindern aus anderen Herkunftsländern die Chance geben, einen bestmöglichen Übergang in die Schule zu erfahren.

Wir führen Sprachstandfeststellungen durch und verweisen bei Auffälligkeiten an entsprechende Fachkräfte. Darüber gibt es selbstverständlich einen Austausch mit den Eltern.

Zwei unserer Mitarbeiterinnen haben bereits ein Zertifikat über alltagsintegrierte Sprachförderung erlangt und bilden sich auf diesem Gebiet kontinuierlich weiter.

  

Musische und kreative Erfahrungen:

Wir geben den Kindern Anregungen, lassen ihnen aber Raum zur Entfaltung ihrer eigenen Fantasie.

Sie lernen verschiedene Materialien und verschiedene Methoden kennen, mit denen sie Ideen entwickeln können. Die sinnliche Erfahrung steht dabei im Mittelpunkt.

Singen, Reimen, rhythmisches Klatschen und chorisches Sprechen begleiten unseren gemeinsamen Tag. Jeden Freitag besucht uns eine Musikpädagogin, um in zwei Gruppen mit den Kindern zu musizieren.

 

Experimentieren:

Ob in der Kleingruppe, nur mit den Vorschülern oder auch mit allen gemeinsam, wir greifen Fragen und Wünsche der Kinder auf und ermöglichen ihnen darüber, zu forschen und zu experimentieren. In Projekten unterschiedlicher Dauer behandeln wir u.a. Themen wie die Jahreszeiten, Säen-Pflanzen-Wachsen, das Wetter oder die Elemente. Die Kinder machen Grunderfahrungen mit verschiedenen Materialien und Techniken.

 

Sinn und Werte:

Beim Experimentieren und Erforschen ergeben sich Gesprächsanlässe über den Sinn und die Bedeutung von Dingen und Handlungen, Gewohnheiten, Ritualen und das Verhältnis von Mensch, Natur und Umwelt. Auch Kinder können philosophisch sein.

 

Spaß und Freude:

Der Alltag im Kindergarten hat neben den vielen, manchmal sogar anstrengenden Lernerfahrungen zuallererst auch eine Menge Spaß zu bieten.

Gemeinsam lachen und Freude empfinden zu können hilft über so manche Klippe hinweg, spendet Mut und Trost.

Eine Atmosphäre die das möglich macht, liegt uns sehr am Herzen. Dazu gehört, dass auch wir Erwachsenen uns nicht immer gar zu ernst nehmen und auch Spaß und Fröhlichkeit mit den Kindern teilen.

 

Sicherheit und Geborgenheit:

Wir sind uns bewusst, dass die Betreuung von Kindern Beziehungsarbeit bedeutet. Wir lassen uns auf sie ein und begegnen ihnen respektvoll, dort wo sie stehen. Wir schaffen ihnen einen vertrauensvollen Rahmen, in dem sie sich ausprobieren und entwickeln können. Die Kinder sollen sich in ihrem Kinderhaus sicher und geborgen fühlen.

 

 

Weil jeder von uns anders ist...

sind wir alle gleich.

Das ist unser Motto und kennzeichnet unsere Arbeit mit den Kindern.

Vielfalt und Offenheit sind für uns Begriffe die unser Leben bereichern.

Die Neugier auf andere Kulturen gehört genauso dazu wie das Kennenlernen verschiedener Menschen. (Lebensart)

Wir wünschen uns, dass jedes Kind/ jeder Mensch sich in seiner Haut und seinem Leben wohlfühlt. Jeder kleine und große Mensch ist unverwechselbar in seiner Persönlichkeit.

 

An dieser Stelle unsere Position zur geschlechtersensiblen Erziehung:

Der Kindergarten bietet viele Schlüsselsituationen für die Entwicklung der Geschlechtsidentität. Unabhängig vom Geschlecht jedoch wollen wir jedem Kind ermöglichen, sich frei von festgelegten Rollenklischees zu entfalten.

Geschlechtsbezogenes Verhalten bestimmt noch immer unseren Alltag und ist eng verknüpft mit gesellschaftlichen Normen. Der Wandel dieser Normen in den vergangenen Jahrzehnten hat eine starke Veränderung der Rollenzuschreibung von Männern und Frauen mit sich gebracht. Unser Ziel ist es, jedem Kind die Möglichkeit zu geben, möglichst frei von vorgeschriebenen Normen eine individuelle Geschlechtsidentität zu entwickeln, die unabhängig von gängigen Attributen stattfinden kann.

Die Überschreitung typischer Geschlechtsrollen wurde in der Diskussion um die Bildungsquallität frühkindlicher Einrichtungen (Fthenakis 2000) als schützender Faktor identifiziert. Untersuchungen über resiliente Kinder zeigten, dass diese häufig nicht geschlechtstypischen Interessen und Aktivitäten nachgingen. (Werner 2000)

Eine geschlechterdifferenzierende Perspektive hilft uns, das von uns angestrebte Ziel von Geschlechtergerechtigkeit zu verfolgen und pädagogisch umzusetzen.

 

Nachhaltigkeit:

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Umwelt lässt sich schon im Kindergarten erlernen. Wir vermitteln den Kindern einen respektvollen Umgang mit der Umwelt. Z.B. sprechen wir über die Vermeidung und Wiederverwertung von Müll, darüber wie man die Landschaft sauber hält und vieles mehr.

Dieses Thema findet sich in unserem Alltag wieder. Wir sprechen aber auch gezielt über vielerlei Facetten dieses Themas.

(Z.B. nach dem Besuch des Klick! Museums).

Dazu lesen wir Geschichten, basteln mit Alltagsmaterialien und sensibilisieren die Kinder für dieses Thema auf vielerlei Ebenen.

 

 

 

Ausflüge:

Abwechslung in den normalen Tagesablauf bringen regelmäßige Ausflüge. Wir gehen mit wechselnden Kleingruppen in den nahegelegenen Wald (Niendorfer Gehege), besuchen das Klick! Museum, den Zoo oder auch mal ein Schwimmbad. Auch entfernter gelegene Spielplätze sind manchmal unser Ziel, um dort zu picknicken und zu toben.

Wenn wir zum Räuberfrühstück Obstsalat planen, gehen wir vorher auf den Markt oder zum Einkaufen in den Supermarkt.

Das alles bietet den Kindern die Gelegenheit ihre Umwelt kennenzulernen und Selbstsicherheit zu erlangen.

 

Eine weitere Abwechslung sind unsere regelmäßigen Gäste:

Die Feuerwehr zeigt, was im Brandfall zu tun ist und führt ihre Ausrüstung vor, der Verkehrspolizist holt einige Kinder zum Sicherheitstraining ab und unsere Zahnfee zeigt, wie Zähneputzen richtig geht. Und gelegentlich schaut das Musikmobil vorbei.

 

Regeln und Strukturen/ Partizipation:

Regeln machen nur dann Sinn, wenn sie einerseits Halt bieten und andererseits auch hinterfragt werden dürfen.

Ein Rahmen von festen Strukturen gibt den Kindern Sicherheut und ermöglicht ihnen die Teilhabe an demokratischen Prozessen im Zusammenleben. Der Aspekt Partizipation ist uns wichtig, weil er Toleranz und Akzeptanz fördert.

Die Kinder lernen, Zusammenhänge zu verstehen und entwickeln Bewusstsein für sich selbst und andere. (Regelbewusstsein)

Das Recht von Kindern, sich für eigene Belange einsetzen zu können, setzt voraus, dass wir sie kindgerecht an demokratische Prozesse heranführen.

So lernen sie Mitbestimmung und Mitverantwortung in der Gestaltung des Zusammenlebens. Dafür haben wir Rituale und feste Strukturen in unserem Kita-Alltag, die Raum schaffen für den Austausch von Ideen und Beschwerden, sowie das Klären von Konflikten.

Zu Lernen, eigene Interessen zu vertreten und gleichberechtigt mit anderen an der Gestaltung der Gemeinschaft teilzuhaben, ist ein dynamischer Prozess, bei dem die Kinder individuelle Lernwege gehen.

Unser Ziel ist es, im beziehungsvollen Miteinander ein Verständnis dafür zu schaffen, dass jeder Mensch ein wichtiger Teil des Ganzen ist und somit an der Entwicklung des Gemeinschaftslebens beteiligt ist.

 

Spaß und Freude:

Der Alltag im Kindergarten hat neben den vielen, manchmal sogar anstrengenden Lernerfahrungen zuallererst auch eine Mende Spaß zu bieten.

Gemeinsam lachen, Freude empfinden zu können hilft über so manche Klippe hinweg, spendet Mut und Trost.

Eine Atmosphäre die das möglich macht liegt uns sehr am Herzen.

Dazu gehört, dass auch wir Erwachsenen uns nicht immer gar zu ernst nehmen.